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Ist Knoblauch giftig für Hunde?

Während Knoblauch für den Menschen als überaus gesund gilt, stellt sich vielen Hundebesitzer*innen die Frage, ob das auch für Hunde gilt. Schließlich lassen sich mit Knoblauch möglicherweise Parasiten, Würmer oder Zecken fernhalten. Doch die Meinungen gehen hier auseinander, in vielen Ratgebern ist sogar die Rede davon, dass Knoblauch für Hunde giftig sei. Doch was ist letztlich korrekt?
Besonderheiten
  • Die Dosis macht das Gift!
  • wirkt vitalisierend
  • hält Zecken fern
  • spezielle Präparate für Hunde
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Wie so oft entscheidet die Menge darüber, ob Knoblauch für Hunde giftig ist oder die Tiere von den positiven Wirkstoffen profitieren, die nicht nur vitalisierend wirken, sondern auch Zecken und andere Parasiten fernhalten sollen.
  • Bei einer zu hohen Dosierung droht eine Anämie sowie in deren Folge eine Vergiftung, wenn abgestorbene Blutzellen die Niere verstopfen und Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
  • Geeigneter als frischer Knoblauch sind für Hunde spezielle Präparate, die du in der entsprechenden Dosierung unter das Futter mischen kannst.

Schädliche Substanzen im Knoblauch

Lauchartige Gewächse wie Zwiebeln oder auch Knoblauch enthalten mit Allicin eine schwefelhaltige Aminosäure, die das Hämoglobin der roten Blutkörperchen zerstören kann. Die zerfallenen Blutzellen verstopfen dann möglicherweise feine Nierenkanäle, wodurch am Ende nicht nur eine Anämie (Blutarmut), sondern auch verschiedene Vergiftungserscheinungen entstehen können.

Das ist allerdings der Worst Case, der erst durch größere Mengen Knoblauch auftreten kann. Kleinere Mengen hingegen überzeugen durch ihre positive Wirkung.

Es kommt auf die Menge an

Es kommt also auf die Menge an, wie sooft macht hier die Dosis das Gift. Sowohl für Knoblauchpulver wie auch frischen Knoblauch gelten 5 Gramm je Kilogramm Körpergewicht als Obergrenze, wobei ein Hund maximal 0,5 Prozent seines Gesamtgewichtes verzehren sollte. Bei einem 10 Kilogramm schweren Hund sind das also 50 Gramm Knoblauch.

50 Gramm entspricht fast einer kompletten Knolle – das ist eine ganze Menge, die kaum ein Hund je Portion freiwillig verzehren wird. Vor allem bei großen Hunden kannst du also bedenkenlos eine Zehe in den Napf geben.

Während es keine Rolle spielt, ob du pulverisierten, getrockneten oder frischen Knoblauch in der genannten Menge fütterst, besteht für Knoblauchextrakt eine deutlich geringere Dosierung als Richtwert: Hier gelten lediglich 1,25 ml je Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich.

Kleine Mengen sind gesund

Während eine zu hohe Dosierung von Knoblauch schädlich für Hunde sein kann, gelten kleinere Mengen Knoblauch durchaus als gesund. Tierärzt*innen raten beispielsweise zu einer täglichen Menge von rund vier Gramm pro Tag und Hund. Diese stärken Herz und Kreislauf und halten die geliebten Vierbeiner während der Zeckensaison frei von den lästigen Plagegeistern.

  • hält Ungeziefer und Parasiten fern
  • beugt Altersproblemen vor
  • erhöht Leistungskraft und Vitalität
  • fördert Reinigung des Blutes

Vorsicht bei bestimmten Rassen

Es gibt Hunderassen wie den Akita oder Shiba Inu, die ohnehin von Geburt an eine Abnormalität bei den roten Blutkörperchen aufweisen, sodass die Anfälligkeit gegenüber Nebenwirkungen bei der Gabe von Knoblauch etwas erhöht ist. Hier verzichtest du deshalb am besten auf die Nahrungsergänzung.

Die Symptome deuten auf eine Knoblauchvergiftung beim Hund hin

Die meisten Symptome, die bei einem Hund bei einer Knoblauchvergiftung auftreten, sind unspezifisch und können durchaus auch bei anderen Krankheiten auftreten. Teilweise erschwert ein verzögertes Eintreten die Zuordnung zum Verzehr von Knoblauch, was die korrekte Diagnose erschwert.

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • erhöhte Atem- oder Herzfrequenz
  • bei einer Anämie: blasse oder gelbliche Schleimhäute
  • dunkler Urin

Knoblauch für Hunde kaufen

Nicht jedes Tier mag frischen Knoblauch im Futter. Dafür gibt es spezielle Pellets, Tabletten oder auch Granulat, die du dem Hund regelmäßig unter das Futter mischen kannst.

Sollte dein Vierbeiner allerdings zu den Tieren gehören, die frische Zehen regelrecht lieben, achte auf einen Lagerplatz außerhalb der Reichweite deines Tieres, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Alternativen zu Knoblauch als Mittel gegen Zecken

Wenngleich die Wirkung wissenschaftlich kaum belegt ist, gilt Knoblauch als Mittel gegen Zeckenbefall und andere Parasiten. Möchtest du deinem Hund kein Knoblauch füttern, jedoch dennoch nicht auf ein natürliches Zeckenmittel verzichten, bietet es sich an, das Fell mit Kokosöl oder Neemöl einzureiben.

Weiterführendes

Hier findest du einen Test zu natürlichen Zeckenmitteln für Hunde:

Tipps zur Fütterung von Hunden bietet dieses Video:

Diese Lebensmittel gelten als giftig für Hunde:

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