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Dürfen Hunde Kirschen essen?

Nicht selten lassen sich Hunde im Garten beobachten, die sämtliche vom Baum gefallenen Kirschen vom Boden wegnaschen. Kein Wunder, sind die reifen Früchte doch saftig und lecker. Doch gibt es auch Früchte, die für Menschen bekömmlich, für Tiere allerdings giftig sind. Daher stellt sich die Frage: Dürfen Hunde Kirschen essen?
Besonderheiten
  • gesunder Snack
  • nährstoffreich
  • Kerne entfernen
  • Symptome erkennen
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Kirschen sind für Hunde ein schmackhafter und gesunder Snack für zwischendurch. Die Früchte enthalten eine Reihe wertvoller Nährstoffe.
  • Du solltest vor dem Verfüttern allerdings unbedingt den Kirschkern entfernen. Dieser enthält Blausäure, deren Konzentration durchaus lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann.
  • Hat dein Hund doch mal einen Kirschkern verschluckt, reagiere ruhig. Die meisten Kerne werden intakt einfach wieder ausgeschieden.

Kirschen an Hunde verfüttern

Am besten wartest du nicht, bis sich dein Hund im Garten selbst an den Kirschen bedient, sondern bereits diese als Snack vor. Dazu sollten die Kirschen reif bis überreif sein. Da Kirschen nicht nachreifen, werden sie stets frisch geerntet, sodass du gekaufte Kirschen nur noch 2-3 Tage im Kühlschrank lagern kannst, bevor sie ungenießbar werden.

Wasser die Früchte in einer Schüssel mit Wasser – nicht unter fließendem. Dieses könnte die dünne Haut zum Platzen bringen. Anschließend entkernst du die Kirschen für den Verzehr.

Besonderes Leckerchen: selbstgemachtes Kirscheneis für Hunde

Auch Hunde lieben Abkühlungen, wenn das Thermometer in den Sommermonaten steigt. Kirschen eignen sich hervorragend, um sie entweder in kleinen Portionen in einem Eiswürfelbehälter einzufrieren, sodass du sie portionsweise an deinen Hund verfüttern kannst, oder du stellst Eis her.

Dazu nimmst du etwas Hüttenkäse, Quark oder Naturjoghurt, einige Kirschen und nach Belieben ein paar Haferflocken oder Kokosflocken. Die Zutaten vermengst du im Mixer zu einer einheitlichen Konsistenz. Die Masse kannst du dann direkt in ein geeignetes Gefäß geben und etwas tiefkühlen. Hier ist z. B. ein Kong sehr gut geeignet.

Vorsicht vor den Kirschkernen

Kirschkerne enthalten eine recht hohe Konzentration an Blausäure, die durchaus lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. So lange ein Kirschkern das Verdauungssystem deines Hundes intakt durchläuft, stellt das absolut kein Problem dar. Anders sieht es aus, wenn der Kern zerbricht und die Blausäure in den Organismus des Vierbeiners gelangt.

Allerdings gibt es viele Hunde, die Kirschkerne von allein wieder ausspucken. Hier brauchst du dich als Hundehalter*in im Prinzip um nichts zu kümmern. Anders sieht es aus, wenn dein Hund die Kerne einfach frisst. Das Risiko, dass die Kerne beim Ausscheiden noch intakt sind, ist durchaus real, da sich die Kerne auch mal von allein öffnen können oder ein Hund versehentlich auch mal darauf beißt.

Wie viel Blausäure enthält ein Kirschkern?

Diese Frage lässt sich leider nicht präzise beantworten. Entsprechend wage ist auch die Frage danach, wie viele Kirschkerne dein Hund ohne Probleme vertragen würde. Schätzungen gehen von ca. 2-3 Kirschkernen je Kilogramm Körpergewicht aus.

Wichtiger Hinweis
Übrigens gehören nicht nur Kirschen, sondern auch Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen zur Familie der Rosengewächse. Alle Kerne dieser Früchte enthalten Blausäure in unterschiedlichen Konzentrationen, sodass du darauf verzichten solltest, diese zu verfüttern.

Symptome bei einer Vergiftung durch Blausäure

Frisst dein Hund zu viele Kirschkerne und gelangt ein Teil der Blausäure in den Organismus, können Vergiftungserscheinungen wie Atemnot, Krämpfe, Durchfall, Fieber oder Erbrechen auftreten. In diesem Fall suchst du am besten direkt einen Tierarzt oder eine Tierärztin auf.

Ein deutliches Zeichen für eine Blausäurevergiftung ist außerdem, wenn der Atem deines Hundes nach Bittermandeln riecht. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die aus genetischen Gründen den Geruch nicht wahrnehmen können, sodass du beim Auftreten von Symptomen direkt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen solltest.

Ein idealer Snack für Hunde

Kirschen enthalten nicht nur Zucker, sondern auch eine ganze Reihe wichtiger Nährstoffe.

  • Vitamin A versorgt die Augen und hilft beim Aufbau von Haut- und Knorpelgewebe
  • B-Vitamine sind für Stoffwechsel und Nervensystem wichtig
  • Kalium dient als Botenstoff der Regulierung des Wasserhaushaltes und anderer lebenswichtiger Vorgänge im Körper
  • Kirschen gehören zu den wenigen Lebensmitteln, die ein ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis mitbringen. Kalzium ist dabei besonders wichtig für die Bildung von Knochen und Zähnen.
  • Folsäure spielt eine Rolle bei der Blutbildung, Wachstumsprozessen und der Zellteilung.
  • Magnesium ist wichtig für die Muskulatur und die Nerven.
  • Ebenfalls in Kirschen enthalten sind wertvolle Antioxidantien.

Die Zusammensetzung der Nährstoffe in Kirschen sind den Ergänzungspräparaten für Sportler*innen nicht unähnlich und helfen in ihrer Kombination eventuell auch gegen Stress. Damit sind sie ein gesunder und köstlicher Snack für deinen Vierbeiner – wobei Tiere mit Übergewicht eher Schattenmorellen verspeisen sollten, da sie weniger Zucker enthalten als saftige Süßkirschen.

Weiterführendes

Diese Obstsorten darf dein Hund bedenkenlos fressen:

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