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Dänemark mit Hund – ideal im Herbst und Winter

Endlose Strände, die außerhalb der Hauptsaison menschenleer sind, laden zu ausgiebigen Spaziergängen mit Hund ein. Auch darüber hinaus gilt Dänemark als hundefreundlich und ist bei Hundebesitzern daher ein beliebtes Urlaubsziel. Allerdings hat dieses Image in den letzten Jahren aufgrund zahlreicher Schauermärchen immer wieder gelitten. Dabei ist der Urlaub in Dänemark mit Hund noch immer ein Traum – wenn du ein paar wenige Details beachtest.
Besonderheiten
  • Einreisebestimmungen beachten
  • viele Ferienhäuser verfügbar
  • Leinenpflicht im Sommer
  • Einreiseverbot für einige Rassen
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Das Hundegesetz der Dänen sorgte bei seiner Einführung im Jahr 2010 für einen Aufschrei unter Hundebesitzern und wurde daher 2014 konkretisiert und entschärft.
  • Hältst du dich an einige wenige Regeln, ist Dänemark ein wahres Traumziel für den Urlaub mit deinem vierbeinigen Freund.
  • Es gibt nicht nur eine Vielzahl von Ferienhäusern, sondern Dänemark ist für den Hundeurlaub auch mit dem Wohnmobil ein tolles Reiseziel.

Die Einreise mit Hund in Dänemark

Damit du mit deinem Hund in Dänemark einreisen darfst, gelten einige Voraussetzungen:

  • Das Tier muss eine gültige Tollwutimpfung haben. Nach der Erstimpfung müssen mindestens 3 Wochen vergangen sein. Bei einer Auffrischungsimpfung reicht es aus, wenn dein Hund einen Tag vor Antritt der Reise geimpft wird.
  • Dein Hund muss einen ID-Chip implantiert haben.
  • Du musst einen EU-Heimtierausweis mitführen.

Ein Einreiseverbot herrscht jedoch für 13 Hunderassen sowie Mischlingen, die Anteile dieser Rassen enthalten, wenn der Hund nach dem 17.03.2010 geboren wurde. Ältere Hunde dürfen mit Maulkorb an einer maximal 2 Meter langen Leine eingeführt werden. Für Pitbulls und Tosa Inus gilt die Ausnahme übrigens nicht – sie sind grundsätzlich verboten.

Restriktive Umsetzung des Hundegesetzes

Polizisten können Hunde rein theoretisch auf einen Verdacht hin beschlagnahmen. Die Beweislast, dass ein Hund keiner verbotenen Rasse angehört, liegt dann bei dem oder der Hundebesitzer*in. Bei Mischlingshunden ist es natürlich kaum möglich nachzuweisen, dass es sich nicht um eine verbotene Rasse handelt. Die Liste der Hunde lautet wie folgt:

  • Pit Bull Terrier
  • Tosa Inu
  • American Staffordshire Terrier
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino (argentinische Dogge)
  • American Bulldog
  • Boerboel
  • Kangal
  • Zentralasiatischer Owtscharka
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Südrussischer Owtscharka
  • Tornjak
  • Šarplaninac

Letztlich ist es jedoch nicht so, dass die Polizei am Strand Patrouille läuft und verdächtige Hunde kontrolliert. Auch bei einer unwissentlichen Einführung eines verbotenen Tieres muss das Tier nicht mehr zwingend eingeschläfert werden. Stattdessen kann die Polizei den Hund auch einfach ausweisen.

Vorsicht Verwechslungsgefahr

Einige Hunderassen ähneln den verbotenen Tieren. Aufgrund der Beweislast beim Hundebesitzer ist es wichtig, dass du eine Dokumentation der Rasse mitführst. Ein DNA-Test ist dabei nicht ausreichend – du benötigst Abstammungspapiere. Das gilt für folgende Rassen:

  • Cao Fila De Sao Miguel
  • Tatra Schäferhund / Tatrahund / Polski owczarek podhalanski
  • Bordeauxdogge / Dogue de bordeaux
  • Bullmastiff
  • Mastiff
  • Mastino Napoletano
  • Cane Corsa Italiano
  • Staffordshire Bullterrier
  • Dogo Canario
  • Anatolsk Hirtenhund
  • Iberische Dogge

Das Hundegesetz von 2010 bzw. 2014

Doch reicht es aus, wenn der Hund beißt und die Wunde mit einem Stich genäht werden muss. Dann kann die Polizei das Tier beschlagnahmen und dessen Wesen von einem Gutachter ermitteln lassen. Schlimmstenfalls droht dann das Einschläfern des Tieres.

Hinweis
Kommt es zu einem Beißvorfall, wende dich an den Verein Fair Dog–LINK–(http://www.fairdog.info/Startseite/ oder telefonisch unter 0045-60-19431).

Die Kosten für Klage, Gericht, Unterbringung und auch das Einschläfern dafür würde in einem solchen Fall der oder die Hundehalter*in tragen müssen. Allerdings ist hier kein einziger Fall bekannt, in dem ein*e deutsche*r Urlauber*in allein wieder zurück nach Deutschland fahren musste.

Allerdings wurde das Gesetz bereits etwas entschärft, nachdem es nach dessen Einführung 2010 zu massiven Protesten kam. Entfallen ist in diesem Zuge auch eine jahrhundertealte Regelung, wonach Grundbesitzer streunende Hunde einfach erschießen dürfen. Stattdessen müssen sie das Tier versorgen und der Polizei übergeben, wenn sie kein Besitzer wiederfindet.

Auch ist eingeführt worden, dass ein Beißvorfall in Gänze betrachtet wird und die Polizei ermitteln muss, ob es sich um eine Bisswunde per Definition handelt, bevor Konsequenzen drohen.

Leinenpflicht beachten

An Stränden gilt für Hunde eine Leinenpflicht zwischen dem 01. April und dem 30. September. Anders als in Deutschland gibt es kaum spezielle Hundestrände, sondern die Regeln gelten überall – so lange kein Schild auf eine Ausnahme hinweist. Auf öffentlichen Plätzen und in Waldgebieten gilt die Leinenpflicht ganzjährig. Dieser Anweisung sollte man auch Folge leisten – ein Verstoß kostet direkt 270 Euro.

Eine Ausnahme bilden spezielle Hundewälder und Hundeplätze. Hier kann dein Tier ganzjährig auch ohne Leine frei herumlaufen.

Die passende Unterkunft

Viele Ferienhausanbieter gestatten auch die kostenlose Unterbringung von Hunden. Das ist für dein Tier allein schon wegen des großzügigeren Platzangebotes als in einem Hotel angenehm. Ein eingezäunter Außenbereich sorgt für zusätzlichen Freilauf, wenn ihr gerade mal nicht unterwegs seid.

Doch nicht nur für den Hund – auch für den Menschen bietet ein Ferienhaus die maximale Flexibilität. Viele Angebote sind zudem mit einem Kamin und/oder einer Sauna ausgestattet, sodass sogar noch ein kleiner Extraluxus gegeben ist.

Dänemark mit Hund und Wohnmobil

In Dänemark gibt es einige Strände, z. B. auf Romo und den Vejers Strand, die du mit dem Wohnmobil befahren kannst. Du kannst hier nicht nur parken und picknicken, sondern brauchst einfach nur die Tür zu öffnen und dein Vierbeiner kann nach Herzenslust herumtoben.

Der Urlaub mit dem Wohnmobil bietet zudem den Vorteil der maximalen Freiheit. Du erreichst jeden gewünschten Ort und kannst vom Zusammentreffen von Nord- und Ostsee bis zum Hundegården Triangle in Kopenhagen wirklich jeden spannenden Spot für Mensch und Tier erreichen.

Hunde in Restaurants verboten

Auch in Deutschland gilt für gastronomische Betriebe vielerorts ein Hundeverbot. In Dänemark sind die Bestimmungen noch strikter, sodass Hunde hier grundsätzlich keinen Zutritt haben – Blindenhunde ausgenommen.

Wirte können jedoch eine besondere Erlaubnis beantragen, sodass du möglicherweise auf das eine oder andere hundefreundliche Restaurant stoßen wirst, das auch deinen Vierbeiner herzlich willkommen heißt.

Durchreise durch Dänemark mit Hund

Möchtest du Dänemark lediglich durchreisen, um nach Schweden oder Norwegen zu gelangen, dürfen auch die verbotenen Rassen einreisen. Allerdings muss der Hund die ganze Zeit im Auto bleiben bzw. darf es nur verlassen, um sein Geschäft zu erledigen.

Auf Fähren ist die Mitnahme von Hunden übrigens auch kein Problem. Bei einer kurzen Fahrt kann das Tier einfach im Auto bleiben – oder dich angeleint auf das Deck begleiten.

Weiterführendes

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