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Mastiff – Wachhunde mit reichlich Masse

Mastiff 01 Mastiffs begleiten Menschen schon seit Jahrtausenden als Schutz- und Kriegshunde. In Asien und Europa entwickelten sich einzelne Unterarten unabhängig voneinander, sodass es heute viele verschiedene Varianten von Mastiffs gibt. In diesem Artikel behandeln wir vorrangig den English Mastiff, der neben dem Tibetmastiff und dem Mastino Napoletano zu den größten und kampferprobtesten Hunden der Welt gehört.
Besonderheiten
  • Angsteinflößendes Äußeres
  • Sehr aufmerksam
  • Ausgeprägter Schutzinstinkt
  • Aggressiv gegenüber Fremden
  • Ruhiger Familientyp

Rasseportrait: Mastiff

HerkunftGroßbritannien
KlassifikationWachhund, Schutzhund
GrößeMindesthöhe für den Widerrist bei Hündinnen 70 cm, bei Rüden 76 cm
GewichtHündinnen circa 54 – 77 kg, Rüden circa 73 – 100 kg (auch 130 kg und mehr kommen vor)
KörperbauMuskulös, breit, großer Kopf, Rute wird niemals hoch getragen
AugenSchwarz umrandet, wirken traurig oder besorgt
OhrenKleine und weit auseinander stehende Schlappohren
Fell & FarbeApricot, falb oder gestromt mit schwarzer Maske. Selten (und unzulässig) ist schwarzes oder blaues Fell und eine braune Maske
BesonderheitenImposante Hunde mit tragischer Vergangenheit
CharakterFurchtlos, ausgeglichen, friedfertig in der Familie
PflegeLose Haare auskämmen, Hautfalten regelmäßig reinigen und trocken halten
GesundheitNeigung zu Dysplasien und Erkrankungen der Nieren
ZuchtWeltweit selten, in Deutschland sind zwei kleine Communities aktiv

Wie unterscheiden sich die bekanntesten Mastiff-Rassen äußerlich?

Hunderassen vom Mastiff-Typ zeichnen sich durch ihren massigen Körperbau, den breiten Kopf und die verkürzte Schnauze aus. Mit ihren kräftigen Kiefern können sie fest zupacken – die weichen, hängenden Lefzen und die lose anliegende Haut verleihen ihnen weitere Vorteile im Kampf. Der English Mastiff unterscheidet sich von anderen Mastiff-Rassen hauptsächlich durch seine Größe und die typische Fellfärbung mit schwarzer Maske.

Im FCI-Rassenstandard wird die Größe des Mastiffs nicht genau definiert, die Rede ist von einem „extrem großen Hund„. In amerikanischen Rassestandards ist eine minimale Widerristhöhe von 70 cm für Hündinnen und 76 cm für Rüden angegeben – extrem groß ist also eine treffende Beschreibung. Großgewachsene Rüden können 100 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Widerristhöhen von 70 bis zu 92 cm sind für die Hunderasse normal. Der massigste im Guiness-Buch der Rekorde verzeichnete English Mastiff hatte zu Bestzeiten ein Gewicht von 155,6 Kilogramm und maß von der Nase bis zur Rutenspitze 2,51 Meter. Ein weiterer berühmter Vertreter der Rasse ist Hercules, der aktuelle Rekordhalter unter den massigsten Hunden der Welt mit einem Nackenumfang von 96,5 cm und einem Gewicht von 148 Kilogramm.

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Die bekanntesten Mastiff-Rassen und ihre Merkmale

  • English Mastiff (Großbritannien): Größte Rasse unter den Mastiffs (neben Deutscher Dogge und Mastín del Pirineo) , schwarze Maske und champagnerfarbenes bis gelbes Fell.
  • Mastino Napoletano (Italien): Ähnelt dem klassischen römischen Kampfhund, dunkle Grundfarbe sowie deutliche Faltenbildung im Gesicht und am Hals.
  • Tibetmastiff / Do Khyi (Tibet): Langes dichtes Fell, die gut befederte Rute meist wird aufgerollt getragen, Augen wirken dreieckig.
  • Tosa Inu (Japan): Die Falten zwischen den Augen und auf der Stirnfalte bilden ein typisches symmetrisches Muster.
  • Boerboel (Südafrika): Sehr kurzes, glänzendes Fell in braun, rot oder gelb.
  • Perro de Presa Canario (Spanien): Keilförmiger, relativ schmaler Kopf, im Ausland häufig kupiert.
  • Dogue de Bordeaux (Frankreich): Einfarbig rot, faltiger Hals, weit herunterhängende Lefzen.
  • Bullmastiff (Großbritannien): Ähnelt Bulldoggen, verkürzte und faltige Schnauze.
  • Deutsche Dogge (Deutschland): Hochbeiniger und schmaler als andere Mastiff-Typen.
  • Mastín del Pirineo (Spanien): Mindesthöhe des Widerrists beträgt 72 cm für Hündinnen, weißes oder braun geschecktes, langes Fell.
  • Aksaray Malaklısı / Türk Mastifi (Türkei): Ähnelt dem Kangal.

Der English Mastiff vom Kopf bis zur Rute

  • Der Kopf wirkt von vorn und in der Profilansicht groß und quadratisch. Auf der ausgeprägten Stirnfurche bilden sich Falten, wenn er aufmerksam ist. Bei manchen Hunden ist der Bereich zwischen den Augen und die Nasenwurzel mit Falten überzogen, in der Zucht ist dies aber eher unerwünscht.
  • Zwischen Nasenspitze und Unterkiefer ist viel Raum; der Fang wirkt rechteckig und mächtig. Weiche Lefzen hängen leicht herunter, sodass die quadratische Optik des Kopfes unterstrichen wird. Die Backen sind gut ausgeprägt und der Kaumuskel zeichnet sich an der Seite des Kopfes ab.
  • Die kleinen Ohren setzen weit oben am Kopf an und liegen so weit wie möglich auseinander. Sie sind relativ dünn und hängen schlapp herunter.
  • Aufgrund der dunklen Fellzeichnung und der für die Hunde typischen hochgezogenen Augenbrauen wirkt ihrGesichtsausdruck oft enttäuscht, sorgenvoll oder traurig. Die Augen sind mandelförmig und dunkel, ohne dass Weißes im Auge zu sehen wäre.
  • Hals und Körper sind breit und sehr muskulös. Bei stämmigen Hunden bilden sich leichte Falten an Hals und Schultern. Die Profillinie am Bauch ist zu den Hüften hin nur leicht aufgezogen und die Rippen reichen sehr tief. Die Vorderläufe sind gerade und weit auseinandergestellt.
  • Die breite Rute wird nie über dem Rücken getragen, sondern nur die verjüngte Spitze hebt sich bei Erregung.

Fell und Farben beim English Mastiff

Das Stockhaar des English Mastiffs liegt kurz an und wächst am Hals und an den Schultern etwas länger und borstiger. Drei Farbschläge werden gezüchtet, wobei eine schwarze Maske unerlässlich für Zuchthunde ist. Selten kommen auch Fluffy-Typen vor, die nicht von der Zucht ausgeschlossen sind und deutlich längeres Fell als die Standard-Mastiffs tragen.

Farben der Hunderasse im Überblick

  • Einfarbig apricot mit schwarzer Maske: Von champagnerfarben bis rötlich.
  • Einfarbig falb mit schwarzer Maske: Von silbrig-falb bis hin zu beige mit sattem Goldstich.
  • Gestromt: Grundfarbe Apricot oder Falb, selten Blau.
  • Die schwarze Maske zieht sich typischerweise über die Nase, den Fang und die Augen. Nicht für die Zucht zugelassen sind Tiere mit brauner Maske.
  • Vereinzelt tragen die Hunde ein kleines weißes Abzeichen auf der Brust.
  • Schokoladenbraune und schwarze Welpen kommen vor, die Farben sind jedoch nicht für die Zucht zugelassen.

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Herkunft und Geschichte: Kriegshund, Wachhund und Jagdhund

  • Bereits in Assyrien und im antiken Griechenland wurden Mastiffs mit sehr ähnlichen Eigenschaften auf Vasen und als Statuen verewigt. Nach Großbritannien kamen die Hunde möglicherweise schon im 6. Jahrhundert vor unserer heutigen Zeitrechnung.
  • Die Kelten nutzten sie als Kriegshunde, die von den Römern gefürchtet und bewundert wurden. Mit der Ausbreitung des römischen Reiches breiteten sie sich in ganz Europa aus. Sie wurden im Krieg und in Gladiatoren-Arenen zum Kampf gegen Menschen und Tiere eingesetzt.
  • Im Mittelalter wurden die Hunde als Bärenhunde auf der Jagd oder in sogenannten Hetzgärten eingesetzt. Wildtiere wie Bären und Löwen traten dabei zur Belustigung der Masse gegen Mastiffs an. Bis zum Verbot der Hetzen im Jahr 1835 war Bear- und Bullbaiting eine beliebte Freizeitaktivität für Großstädter in ganz Europa.
  • English Mastiffs vom heutigen Farbschlag wurden in England als Kettenhunde gehalten, die Haus und Hof bewachten. Zu Kriegszeiten begleiteten sie ihre Halter in die Schlacht – prominent ist die Verteidigung von Sir Peers Legh II in der Schlacht von Agincourt im Jahr 1415 durch seinen treuen Mastiff. Er wurde nach seinem lebensrettenden Kriegseinsatz zum Stammvater für die Lyme Hall Mastiffs und gehört somit zu den direkten Vorfahren des heutigen English Mastiffs.
  • Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Reinzucht der Rasse und ein einheitlicher Rassestandard wurde festgelegt.
  • Nach dem zweiten Weltkrieg waren English Mastiffs in ihrem Herkunftsland fast ausgestorben. Die Zucht konnte sich nur durch Importe erholen.
  • Eine direkte Verwandtschaft mit dem Tibetmastiff konnte nicht nachgewiesen werden. Möglicherweise haben sich die Rassen trotz ihrer großen Ähnlichkeit unabhängig voneinander gebildet. Viele moderne Mastiff- udn Bulldog-Rassen tragen Gene des English Mastiffs in sich, beispielsweise der Boxer oder die Deutsche Dogge.

Wesen und Charakter des English Mastiffs: Wie viel Kampfhund steckt im schwarz gezeichneten Riesen?

English Mastiffs werden als ruhig und ausgeglichen beschrieben. Wegen ihrer enormen Größe und ihrer traurigen Geschichte als Kampfhunde gehören sie in Deutschland zu den potenziell gefährlichen Listenhunden. Für Hunde ohne Wesensprüfung gelten je nach Bundesland verschiedene Haltungsbedingungen wie die Leinen- und Maulkorbpflicht oder ein Sachkundenachweis des Halters. In Österreich und der Schweiz ist die Haltung eines English Masiffs bewilligungspflichtig.

Rassetypische Verhaltensweisen (bei guter Erziehung)

  • Hohe Reizschwelle, regt sich selten auf.
  • Gleichgültig gegenüber Fremden.
  • Liebevoll und schmusebedürftig im Umgang mit seiner Familie.
  • Ausgeprägter Beschützerinstinkt. Bedrohliche Menschen oder Tiere werden zunächst eingeschüchtert und nur im Notfall angegriffen.
  • Verträgt sich mit Kindern, wegen seiner Größe sollten Kleinkinder allerdings nicht mit dem Hund allein gelassen werden (Sturz- und Einquetsch-Gefahr).
  • Leicht als Wachhund trainierbar.
  • Das Zusammenleben mit anderen Tieren kann problematisch sein.
  • Rüden neigen zu einer aggressiven Haltung gegenüber fremden Hunden. Sehr kleine Hunde werden seltener als Konkurrenz betrachtet.

Für wen ist der Mastiff ein geeigneter Begleiter?

Der English Mastiff lässt sich nur mit viel Geduld trainieren und ist als Diensthund eher ungeeignet. Weil er sehr verspielt und kinderlieb ist, wird er in Deutschland meist als Familienhund auf großen Anwesen gehalten. Ein herkömmlicher Stadtgarten reicht nicht aus, um den Hund während der „Ruhepausen“ zu beschäftigen. Er kann problemlos für ein paar Stunden allein im Haus bleiben, sofern er genügend Beschäftigungsmöglichkeiten und Freiraum hat. Körperlich solltest Du Deinem Hund zumindest annähernd gewachsen sein.

Erziehung und Haltung: So entwickelt Dein Mastiff sich zum erhabenen Beschützer

Die Hunde lieben spielerische Einlagen, tun sich aber schwer beim Lernen neuer Kommandos. Erst nach vielen Wiederholungen und mit gutem Belohnungstiming versteht Dein Hund, was Du von ihm möchtest. Für die Erziehung Deines Welpens musst Du deshalb viel Geduld aufbringen. Gut sozialisierte Hunde neigen als Erwachsene nur in Ausnahmesituationen zu temperamentvollen Ausbrüchen und widersprechen nur selten Deinen Regeln und Kommandos. Gegen Hitze sind sie sehr anfällig, kalte Temperaturen machen ihnen dagegen kaum etwas aus.

So fällt Deinem Mastiff das Alleinsein leichter

Die großen und starken Hunde können nur an Masten und Radständern angebunden werden, die fest im Boden verankert wurden. Beim Kauf von Leine und Geschirr solltest Du unbedingt darauf achten, dass alles genau zur Körpergröße und zum Gewicht Deines Hundes passt. Wegen seiner Größe kann Dein English Mastiff Dich wahrscheinlich nicht überall hin begleiten wie ein Minihund. Muss er für längere Zeit in der Wohnung warten, stelle ihm verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Biete Deinem Hund Freiraum in einem eingezäunten Garten.
  • Lasse den Fernseher oder das Radio an (sofern er daran gewöhnt ist, Stimmen und Musik zu hören).
  • Verstecke Snacks zum Erschnüffeln während Deiner Abwesenheit.
  • Bestrafe ihn niemals, wenn er aus Einsamkeit Möbel oder Kleidungsstücke zerstört, auf den Boden macht oder heult. Dies sind klare Zeichen dafür, dass Dein Hund zu viel vernachlässigt wird oder nicht ausgelastet ist.
  • Musst Du Deinen Hund länger als vier Stunden am Tag allein lassen, bitte einen Freund oder einen Nachbarn, tagsüber nach ihm zu schauen. Nachts kann er auch länger allein bleiben und das Haus bewachen.
  • Mit Intelligenz- und Kauspielzeugen kann der Hund sich selbst beschäftigen.
  • Lasse Deinen English Mastiff niemals im engen Auto zurück.

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Erziehungstipps

  • Geknabbert wird nur an dafür vorgesehenen Kauspielzeugen. Arme und Hände sind auch im Spiel tabu.
  • Das Anspringen und Aufrichten ist beim Welpen süß, beim ausgewachsenen Hund aber sehr einschüchternd. Schon als Welpen sollten sie zur Sorgsamkeit und Vorsicht im Umgang mit anderen erzogen werden.
  • In der Welpen- oder Hundeschule lernen die Hunde freundliche Artgenossen kennen.
  • Das Schlafen im Bett oder auf dem Sofa sollte für heranwachsende Hunde tabu sein. Ein bequemes Hundebett eignet sich besser zum Entspannen.
  • Welpen sollten in den ersten sechs Lebensmonaten so wenig wie möglich allein bleiben und keine Treppen steigen.
  • Biete Deinem Hund viel Abwechslung, damit er keine destruktiven Verhaltensweisen entwickelt. Bei einem so großen Hund können auch kleine Erziehungsfehler große Probleme mitbringen.

Pflege, Ernährung und Gesundheit beim English Mastiff: Die Haltung bestimmt die Lebensqualität

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Mastiffs variiert abhängig von der Zuchtlinie und denHaltungsbedingungen – je nach Quelle werden relativ große Spannen zwischen sechs und zwölf Jahrenangegeben. Vereinzelt sind Tiere sogar 17 Jahre und älter geworden. Hunde mit enger Familienbindung und ausreichend Bewegungsmöglichkeiten haben in der Regel bessere Chancen, ein hohes Alter zu erreichen. 

Rassetypische Krankheiten: Der Mastiff und seine Hüfte

  • Große Hunderassen haben häufig Probleme mit ihren Gelenken. Mastiffs bilden da keine Ausnahme und leiden überdurchschnittlich häufig an Hüftgelenkdysplasien.
  • Krampfanfälle, ausgelöst durch Epilepsie, Hitze oder Stress erfordern eine spezielle Medikation.
  • Magendrehungen sind lebensgefährlich und werden durch das Schlingen beim Essen begünstigt.
  • Cystinurie ist eine Nierenerkrankung, die die Bildung von Nierensteinen begünstigt und medikamentös behandelt werden muss.
  • Krebs (besonders häufig Knochenkrebs) kommt auch bei Hunden vor.
  • Parasiten und Entzündungen in den Hautfalten lassen sich mit täglicher Pflege einschränken.

Übergewicht vermeiden mit dem richtigen Futter

Ausgewachsene Mastiffs neigen zur Lethargie und lieben das Faulenzen und Fressen. Um Magendrehungen vorzubeugen und dem Hund Zeit für die Verdauung nach seinen Mahlzeiten zu lassen, solltest Du ihn erst nach Spaziergängen füttern und ihm nach dem Essen nichts Anstrengendes abverlangen. Kleine Portionen können die Hunde leichter verdauen – teile die Tagesration an Futter immer in drei bis vier kleine Portionen auf, die Du über den Tag hinweg verteilst. Legt Dein Hund übermäßig an Gewicht zu, serviere ihm kleinere Portionen und ziehe einen Tierarzt zu Rate. 

Für Sauberkeit musst Du selbst sorgen

Mastiffs sind nicht besonders reinlich und stören sich kaum an Unordnung, Matsch und Schmutz. Sie selbst machen wegen ihres doppelschichtigen Fells und ihrem Hang zum Sabbern einiges an Unordnung. Als Welpen verschleppen sie alles, was sie mit ihren starken Kiefern packen können. Mit regelmäßigem Bürsten und Kämmenbefreist Du das Fell von losen Haaren, was gerade in den heißen Sommermonaten eine Wohltat für die Hunde ist. Hat Dein Hund tiefe Hautfalten, solltest Du diese regelmäßig mit Hygienetüchern für Hunde reinigen und darauf achten, dass der Hund nach dem Schwimmen oder Baden richtig abgetrocknet wird.

Mastiff-Züchter in Deutschland finden: Geduld ist gefragt

In seinem Heimatland England ist der Mastiff ein beliebter Wachhund, der Sicherheitsdienste in Firmengebäuden und Lagerhallen unterstützt. Hierzulande wird er als Failienhund gehalten und ist wegen seines Standes als potenziell gefährlicher Hund und seiner einschüchternden Größe eher selten. Da die Hunde nach dem zweiten Weltkrieg fast ausgestorben waren, solltest Du besonders auf die Abstammungslinien von Zuchthunden achten. Hunde mit direkter britischer Abstammung neigen häufiger zu Aggressionen als Mastiffs vom europäischen Festland. Andererseits wurden diese mehr hinsichtlich ihrer Größe statt ihrer Gesundheit gezüchtet und haben eine geringere Lebenserwartung als ihre britischen Artgenossen.

Darauf solltest Du beim Züchter achten

  • Die Wartelisten für Mastiff-Welpen fallen in manchen Jahren recht lang aus. Bringe ausreichend Wartezeit mit.
  • Dein Züchter klärt Dich offen über häufiger auftretende Gesundheitsprobleme in seiner Zucht auf.
  • Zuchttiere durchlaufen mehrere Gentests beim Tierarzt, bevor sie zur Vermehrung genutzt werden.
  • Alle Hündinnen des Züchters werfen im Abstand von mehreren Jahren und führen ein normales Familienleben beim Züchter.
  • Die Welpen und die Mutter werden nicht im Zwinger gehalten.
  • Vorab-Besuche sind selbstverständlich erlaubt.

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Fazit: Dem Mastiff ist nicht jeder gewachsen

  • Für die Anschaffung eines English Mastiffs brauchst Du im Vergleich zu kleineren Hunderassen viel Platz, viel Geld und viel Geduld.
  • Er ist ein treuer Beschützer, der Gefahrensituationen gut einschätzen kann.
  • Sein naturgegebener Hang zur Schlingerei kann dem Hund zum Verhängnis werden.
  • Er prahlt gern, bellt aber relativ selten und gilt als ruhig.
  • Für eine artgerechte Haltung brauchst Du als alleinstehender Halter wahrscheinlich Hilfe von einem zuverlässigen und furchtlosen Freund oder Familienmitglied (Hundesitter mit Erfahrung).

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