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Die englische Bulldogge – Vom Kämpfer zum liebevollen Begleiter

Englische Bulldogge Englische Bulldoggen fühlen sich dem Menschen sehr verbunden und tun alles, um ihrem Halter zu gefallen – obwohl die Hunde in der Vergangenheit als Kampfhunde und zur Tierhetze eingesetzt und im Allgemeinen nicht sehr gut von Menschen behandelt wurden. Die sanften Kraftpakete mit dem grimmigen Erscheinungsbild sind trotz häufiger Qualzuchten beliebte Begleithunde, vor allem in ihrem Heimatland und in den USA.
Besonderheiten
  • Sehr kurze Lebenserwartung (circa 6 Jahre)
  • Treues und mutiges Wesen
  • Menschenverliebt
  • Freundliche Natur
  • Agil und trotzdem gern faul

Rasseportrait: Englische Bulldogge

HerkunftGroßbritannien
KlassifikationDoggenartige Hunde aus der Gruppe der Nutzhunde
NutzungFrüher Hetz- und Kampfhund, heute reiner Begleit- und Wachhund im Haus
GrößeZwischen 31 und 40 cm für Männchen und Weibchen, wobei keine spezifische Körpergröße im FCI-Standard angegeben wird
GewichtHündinnen 18 – 23 kg, Rüden circa 23 – 25 kg
KörperbauBreiter Brustkorb, breite Schultern und kurzer Rücken. Die kurze Rute wird hängend getragen; fehlende oder verkürzte Ruten gehören nicht zum FCI-Standard.
KopfBreite Kopfform mit flacher Schnauze, mit ausgeprägter Stirnfurche und klarem Stop. Der Abstand zwischen Ohren und Augen ist etwa so groß wie der zwischen Nasenstop und Unterlippe
GangwerkDie Füße werden kaum angehoben, beim Gehen schieben die Hunde ihre Schultern abwechselnd nach vorn
AugenDunkel und kein Augenweiß erkennbar, weit auseinanderliegend und von leichten Falten umgeben. Augen und Nasenstop bilden eine gerade Linie. Die Gesichtsfalten dürfen die Augen nicht überlappen
OhrenHoch angesetzte „Rosenohren“, die nach hinten gerichtet sind
GliedmaßenDie Vorderbeine sind etwas kürzer als die Hinterbeine, die Ellenbogen stehen deutlich nach außen
Fell und FarbeEinfarbig oder weiß gescheckt. Schwarze Bulldogs werden nicht in der Zucht verwendet. Merle-Färbungen weisen auf einen Gendefekt hin und sollten in der Zucht nicht vorkommen
BesonderheitenEin treuer Begleithund mit Abschreck-Effekt
CharakterTreu und mutig, willensstark und trotzdem leicht zu erziehen
PflegeZähne regelmäßig reinigen, Fell kämmen und bürsten
GesundheitZahlreiche rassetypische Gesundheitsprobleme
ZuchtQualzuchten kommen auch in Deutschland häufig vor. Bulldoggen sind als Welpen sehr niedlich und relativ günstig, daher werden erwachsene Hunde häufiger in deutschen Tierheimen abgegeben und weitervermittelt

Kantig und kräftig: Das Erscheinungsbild der englischen Bulldogge

Bei englischen Bulldoggen ist wichtig zu beachten, dass die gängige Vorstellung des äußeren Erscheinungsbildes nicht mit gesunder Züchtung vereinbar ist. Obwohl Richter von Hundeshows und Züchter gern gesehene Merkmale wie abgestumpfte Ruten und eine übermäßige Faltenbildung nicht als Fehler ansehen, sollten die rassentypischen Merkmale nie so weit ausgeprägt sein, dass sie die Gesundheit oder die Agilität des Hundes einschränken.

Woran sind englische Bulldoggen zu erkennen?

Viele doggenartige Hunderassen entstanden aus Kreuzungen zwischen englischen Bulldoggen und anderen Arten wie Terriern. Französische Bulldoggen und Boston Terrier weisen beispielsweise viele ähnliche Merkmale auf, sind aber im Allgemeinen nicht so breit und so kräftig wie die englische Bulldogge. Auch die sogenannten Rosenohrenund die typisch weiß-braune oder weiß-rote Färbung des Fells sind eindeutige Erkennungsmerkmale.

Englische Bulldogge im Profil

Äußere Merkmale nach FCI-Rassestandard

  • Fell: Englische Bulldoggen haben kurzes Fell mit dichter und glatter Struktur.
  • Kopf: Die Hunde haben ein breites und symmetrisches Gesicht mit starkem Kiefer. Beide Zahnreihen liegen auf einer Linie und der Mund überragt leicht die Nase mit breiten, nach vorn stehenden Nasenlöchern. Hunde mit Unterbiss sind bei Käufern beliebt, sollten aber niemals gezielt gezüchtet werden. Der Nasenschwamm ist schwarz. Augen und Backen sind von leichten Hautfalten umgeben , außerdem ist die Stirnfurche gut sichtbar.
  • Rosenohren: Die kleinen Ohren sind nach hinten gerichtet und knicken in der Mitte nach vorn ab. Das Innere der Ohrmuschel ist teilweise zu sehen.
  • Augen: Die Augen wirken relativ klein, wobei die Gesichtsfalten nie das Sichtfeld einschränken oder zu weit über die Lider stehen sollten. Unterhalb des tiefen Stops bilden die weit auseinanderstehenden Augen eine gerade Linie mit dem Nasenrücken.
  • Schnauze: Da die Hunde zu Atemproblemen neigen, dürfen die Nüstern nicht zu eng und die Nasenlöcher müssen groß und gerade sein. Stark verkürzte Nasen oder deformierte Nasenlöcher können zu schweren gesundheitlichen Problemen führen und den Alltag der Tiere erschweren.
  • Körper: Im Allgemeinen kurz und breit wie auch Kopf und Hals. Im Nacken und an der Brust treten leichte Falten auf. Die markanten Schultern des Tieres wirken, als wären sie seitlich am Körper befestigt und sind sehr muskulös, genau wie die Gliedmaßen vorne und hinten. Bulldogs haben in der Regel einen geringen Körperfettanteil – zwischen der breit gewölbten Brust und der engen Hüfte mit ausgeprägten Hinterbacken verlaufen Rücken und Bauch in geraden Linien.
  • Rute: Die kurze Rute beim Bulldog setzt tief an und hängt gerade herab. In manchen Züchtungen kommen Tiere mit eingewachsenem oder eingerolltem Schwanz vor – diese Abweichungen vom FCI-Standard sind meist natürlichen Ursprungs. Das Kupieren ist in Deutschland seit 1983 streng verboten.

Die typische Fellfärbung bei englischen Bulldoggen: Kräftige Farben und Kontraste

Das Fell von englischen Bulldoggen ist typischerweise satt gefärbt und weist großflächige, scharf abgezeichnete Flecken auf. Verschiedene Fellfarben kommen vor, schwarze Bulldogs sind jedoch nicht in der Zucht erwünscht. Außerdem sind Hunde mit Merle-Färbung bei Haltern beliebt. Diese Hunde tragen sprenkelartige Flecken und haben häufig hellblaue oder verschiedenfarbige Augen. Der Gendefekt macht die Hunde etwas anfälliger gegen UV-Strahlung und begünstigt Hautprobleme, daher sind betroffene Bulldogs ungeeignet für die Zucht.

Weitere für die Zucht zugelassene Färbungen:

  • Smut – Einfarbig mit schwarzer Maske oder schwarzer Schnauze.
  • Gescheckt – Weiß mit großen, kräftig gefärbten Flecken in braun, rot, gestromt, falb oder beige.
  • Auch Tiere mit weißer Brust und braunem oder rotem Körper sind häufig zu sehen und für die Zucht zugelassen.

Die Geschichte der englischen Bulldoggen: Vom Kampfhund zum Kuschelfreund

Die englische Bulldogge ist das Nationaltier des Vereinten Königreiches und wird in England und Schottland seit 1865 gezielt als Haushund gezüchtet. Ihr einschüchterndes Äußeres geht auf ihre von Gewalt gezeichnete Vergangenheit zurück: Sogenannte Kettenhunde (bund dogs) wurden bereits im 13. Jahrhundert für die Stierhetze(bull baiting) genutzt und zur Unterhaltung gegen andere Hunde und wilde Raubtiere in Hundekampfarenen eingesetzt. Erst 1835 wurde das bull baiting verboten und Freunde der Rasse begannen, kleinere und freundlichere Hunde für die Zucht auszuwählen.

Ein Bulldogge

Meilensteine in der Geschichte der englischen Bulldoggen

  • Trotz ihrer Vergangenheit als Kampfhund ist die heutige englische Bulldogge ein friedliebender Haushund.
  • Seit 1835 werden die Hunde nicht mehr für quälerische Kämpfe eingesetzt, ihr grimmiges Erscheinungsbild behielten sie jedoch bei.
  • Die in den Medien häufig mit überzeichneten Merkmalen dargestellten Hunde wurden im Laufe der Jahre nicht mit Blick auf das Tierwohl gezüchtet. Aktuell versuchen Liebhaber der Rasse und einige Züchter eine neue Form der Gesundzüchtung der Rasse einzuführen.

Wesen und Charakter – Faulenzer statt Festbeißer

Im 19. Jahrhundert wurden englische Bulldoggen zu begehrten Begleitern für englische Gentlemen und ihr agiles und mutiges Wesen passte sich der Haushaltung an. Sie bauen eine enge Bindung zu ihrem Halter und zu den Menschen im engen Umfeld auf. Die Hunde lieben Aktivität und gehen sportliche Aufgaben mit Enthusiasmus an, können aufgrund körperlicher Einschränkungen jedoch nur kurze Belastungen bei mäßigen Temperaturen ertragen.

Von Haus aus Menschenfreund

Bulldogs tun fast alles, um dem Menschen zu gefallen und zeigen sich nur dickköpfig und trotzig, wenn sie es für absolut nötig halten. Die Hunde sind familienfreundlich und bringen Kindern und anderen Tieren gegenüber viel Geduld auf. Auf Fremde reagieren sie zunächst reserviert. Fühlen die Bulldogs sich sicher, zeigen sie offen ihre Zuneigung gegenüber Mensch und Tier und fordern beständig Streicheleinheiten von allen Anwesenden ein.

Lethargischer Stadthund oder Leistungssportler mit Ausdauer?

Obwohl englische Bulldoggen körperlich viel Leistung bringen und sportliche Phasen einlegen können, bevorzugen sie in der Regel das gemütliche Leben und faulenzen gern. Tiere mit Atemproblemen oder deformierten Knochen neigen zur Lethargie – dem sollten Halter sowohl mit medizinischen als auch mit psychologischen Maßnahmen entgegenwirken und ihre Tiere regelmäßig zu verstärkter Bewegung animieren. Aufgrund ihres mäßigen Bewegungsdrangs sind die Hunde auch für kleine Stadtwohnungen geeignet, vorausgesetzt, sie bekommen täglich ausreichend Auslauf im Freien.

Alle rassetypischen Charaktermerkmale auf einen Blick

  • Das Wesen entspricht nicht dem eines Kampfhundes, daher ist die Rasse auf keiner schwarzen Liste zu finden und darf uneingeschränkt gehalten werden.
  • Als Begleiter in der Stadt und auf dem Land oder als Wachhund in Gebäuden geeignet.
  • Loyal, selbstsicher und aufmerksam.
  • Reserviert gegenüber Fremden; das einschüchternde Äußere macht Bulldogs zu geeigneten Schutzhunden.

Erziehung und Haltung – Was macht Bulldogs glücklich?

Für englische Bulldoggen ist die enge Bindung zum Menschen sehr wichtig – die Hunde sind bekannt für ihre Dickköpfigkeit, mit konsequenter Erziehung sind sie jedoch umgängliche Begleiter. Die aufmerksamen Hunde langweilen sich schnell und neigen zur Lethargie. Darum sollten sie nicht allzu viele Stunden am Tag allein sein und täglich durch Spiele und Spaziergänge gefordert werden. Aktive Phasen und Phasen der Ruhe wechseln sich tagsüber in Intervallen von 1 – 3 Stunden ab, feste Spazier-, Futter- und Spielzeiten merken sich die Hunde gut und fordern diese gegebenenfalls zur passenden Uhrzeit ein.

Sinnvolle Beschäftigung für englische Bulldoggen

  • Obwohl sie gern ausgelassen rennen, sind Ausdauerübungen wie Radfahren mit Hund oder schweißtreibendes Joggen im Sommer eher ungeeignet für Bulldogs.
  • Geeigneter sind Laufspiele wie Frisbee-Werfen oder Apportieren.
  • Ihren kräftigen Kiefer setzen die Tiere gern ein – Beißspielzeuge sind ein Muss!
  • Auch Tauziehen bereitet den Hunden viel Freude und fordert ihre Muskeln.
  • Im Haus beschäftigen die Hunde sich gern mit Intelligenzspielen. Gelernte Befehle führen sie mit Freude aus, um Lob und Streicheleinheiten zu verdienen.

Das kommt bei der Haltung einer englischen Bulldogge auf Dich zu

Die Haltung von englischen Bulldoggen bringt wie bei jeder Hunderasse spezielle Vor- und Nachteile mit sich. Damit Du vor der Anschaffung eines Hundes genau weißt, was auf Dich zukommt, haben wir noch ein paar Tipps zur Haltung und Erziehung der Rasse zusammengestellt:

Bulldogs haben einen guten Appetit

Viele Hunde bewegen sich zu wenig und essen zwischen den Mahlzeiten zu viele Snacks. Übergewicht kann bei englischen Bulldoggen schnell zu Gesundheitsproblemen führen, deshalb solltest Du auf die Kalorienaufnahme Deines Hundes achten und Dich nicht zu häufig vom Hundeblick erweichen lassen. Das ist besonders in der Sozialisierungsphase wichtig, damit der Hund nicht versehentlich zum professionellen Tisch-Bettler erzogen wird.

Die Hunde sind keine Sauberkeitsfanatiker

Die meisten Bulldogs sind nicht gerade verrückt nach Wasser und lassen Duschen und Fellpflege nur ungern über sich ergehen. Mit ihren breiten Fängen und den hängenden Lefzen sabbern sie auch mal versehentlich, vor allem im Alter, bei körperlicher Anstrengung oder hin und wieder auch im Schlaf. Wegen der verkürzten Naseschnarchen die Tiere nachts außerdem hörbar, was viele Halter jedoch als beruhigend beschreiben.

Zwischen Phlegma und Leidenschaft

Lethargie und Aktivität sind zwei Gegensätze, die für englische Bulldoggen problemlos vereinbar sind. Die Tiere sind regelrechte Adrenalin-Bomben und geraten innerhalb kürzester Zeit in einen Zustand großer Erregung, wenn die Situation es von ihnen verlangt. An anstrengenden Tagen mit heißen Temperaturen kann diese aufbrausende Art zum Gesundheitsrisiko für die Hunde werden. Damit Dein Hund nicht vor Aufregung überhitzt, solltest Du ihn früh an verschiedene Umgebungen, Menschen, Tiere und Geräusche gewöhnen.

Pflege, Ernährung und Gesundheit – Die englische Bulldogge als Sorgenkind

Englische Bulldoggen haben eine katastrophale Lebenserwartung von durchschnittlich 6 Jahren und leiden häufig ihr ganzes Leben lang an zahlreichen rassebedingten Gesundheitsproblemen. Seit fast zwei Jahrhunderten zielt die Zucht der Hunde nicht mehr auf die Gesundheit und Agilität der Rasse ab, sondern optische Merkmale wie die Faltenbildung und die kurze Schnauze waren ausschlaggebend für Züchter. In mehr als 90 % der Fälle müssen Geburten von Welpen per Kaiserschnitt eingeleitet werden. Auch die natürliche Befruchtung ist bei der Rasse kaum möglich. Im Verband für das Deutsche Hundewesen wurden deshalb strengere FCI-Vorgaben für Züchter veranlasst und verantwortliche Züchterclubs als Mitglieder entfernt.

Anfälligkeiten und gesundheitliche Risiken

  • Wunde Haut und Entzündungen aufgrund zu starker Faltenbildung und Reibung.
  • Allergien treten wie bei allen Rassehunden häufiger auf als bei Mischlingen.
  • Anfälligkeit gegen Hals- und Rachenentzündungen und für Bronchitis.
  • Deformierter Körperbau, daraus resultieren Hüft- und Gelenkprobleme, Arthritis, Roach-BackFehlstellungen und der Verlust der Deck- und Gebärfähigkeit.
  • Hüft- und Ellenbogendysplasien treten häufiger auf als bei anderen Rassen.
  • Herzprobleme aufgrund des dauerhaften Sauerstoffmangels bei verengten Atemwegen.
  • Atemprobleme aufgrund der verkürzten Schnauze oder eingedrückter Nasenlöcher. Im schlimmsten Fall muss Dein Hund operiert werden, damit er freier atmen kann.
  • Hyperthermische Schocks bei großer Hitze oder Aufregung sind die Folge der schlechten Temperaturregulierung und der eingeschränkten Atmung. Dieser Zustand ist lebensgefährlich!

Pflege und Schutz im Alltag – Nicht zu viel verlangen!

Trotz der langen Liste der Anfälligkeiten können englische Bulldoggen ein glückliches und ausgelassenes Leben führen. Um Problemen vorzubeugen, gibt es bei der Hunderasse ein paar Regeln zu beachten, die Dir und dem Hund den Alltag erleichtern und schlimmere gesundheitliche Folgen ersparen:

Auf die Ernährung achten

Hunde ohne Allergien sind mit einer ausgewogenen Mischung aus Trocken- und Nassfutter gut versorgt. Treten Verdauungsprobleme auf oder zeigt der Hund Anzeichen von Übergewicht, steige auf Premium-Futter und Light-Produkte um.

Hitze vermeiden!

Heiße Temperaturen sind für englische Bulldoggen nahezu unerträglich und schlagen stark auf den Kreislauf und die Atemwege. Um Überhitzung und hyperthermische Schocks im Sommer zu vermeiden, gönn Deinem Hund regelmäßig Abkühlungen und biete ihm ausreichend kühles Trinkwasser an. Aktivitäten in der prallen Sonne solltet ihr vermeiden.

Fell- und Hautpflege

Damit sich in den Hautfalten keine Entzündungen bilden, solltest Du tiefe Falten regelmäßig mit Feuchttüchern säubern und gegebenenfalls mit Melkfett eincremen. Das kurze Fell kannst Du mit einem feinen Kamm einmal wöchentlich von Verschmutzungen befreien.

Wie unterscheidet man seriöse und unseriöse Bulldog-Züchter?

Viele Experten raten angesichts der momentanen Diskussion unter Hundeexperten und Züchtern generell vom Kauf eines Welpens der Rasse ab. Einen Züchter mit gesunden Hunden und einer FCI-konformen Zuchtordnung zu finden, ist in Deutschland nicht ganz leicht. Im VDH-Züchterverzeichnis sind Vereine wie der inzwischen insolvente ACEB (Allgemeiner Club für englische Bulldogs e.V.) und andere Züchter, die sich gegen neue Verordnungen wehren, seit 2011 ausgeschlossen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen unter den Züchtern und einige engagierte Hundefreunde beteiligen sich am Gesundzucht-Programm der FCI und des VDH. Englische Bulldoggen sind hin und wieder auch in Tierheimen zu finden, Tiere ohne Stammbaum sind jedoch nicht für die Zucht geeignet.

Darauf sollten gewissenhafte Bulldog-Züchter achten

  • Auswahl von Zuchttieren entsprechend des neuen FCI-Standards.
  • Hündinnen werden im Abstand von mehreren Jahren gedeckt und Deckrüden nicht übermäßig eingesetzt.
  • Inzestzucht darf keinesfalls im Stammbaum vorkommen.
  • Natürliche Deckfähigkeit muss erhalten bleiben (keine künstlichen Befruchtungen als Ersatz für den Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit).
  • Jeder Hund sollte eine Ahnentafel mitbringen.

So findest Du den richtigen Züchter

Derzeit bieten nur wenige private Züchter in unregelmäßigen Abständen junge Bulldog-Welpen an, die den Anforderungen des VDH entsprechen. Bevor Du mit einem Züchter in Kontakt trittst, informiere Dich genau über dessen Zuchtordnung und schau Dir die Elterntiere an. Stelle lieber zu viele als zu wenige Fragen zur Aufzucht der Welpen und zur Auswahl der Elterntiere.

Alles Wichtige auf einen Blick: Englische Bulldogge kaufen, ja oder nein?

  • Kindern und kleineren Tieren begegnen die Hunde freundlich und mit viel Geduld.
  • Andere Hundehalter und Passanten halten Deinen Hund nicht selten für einen Kampfhund und bekommen Angst.
  • Bei der Anschaffung solltest Du eine Versicherung abschließen oder Geld für Tierarztkosten zurücklegen.
  • Wähle Züchter mit Bedacht aus und kaufe niemals Welpen von unseriösen Züchtern, auch nicht aus Mitleid.

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