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Shiba Inu – der charakterstarke Begleiter aus Japan

Shiba Inu Der Shiba Inu gehört zu den ältesten und beliebtesten Hunderassen Japans. Seine reinliche Art und das treue Wesen machen ihn auch in den USA und Europa zum beliebten Begleithund. Wird der Shiba mit Respekt behandelt und ausreichend gefordert, ist er ein loyaler und liebenswürdiger Freund. Alles Wissenswerte über die tapferen Hunde aus Japan haben wir in einer ausführlichen Rassebeschreibung für Sie zusammengefasst.
Besonderheiten
  • Nationaltier Japans seit 1937.
  • Katzenartiger Sinn für Sauberkeit.
  • Hat einen starken Willen.
  • Intelligent und leicht zu trainieren.
  • Freundliche und stolze Gesichtszüge.

Rasseportrait: Shiba Inu

HerkunftJapan
GeschichteJagd- und Begleithund, ursprüngliche Rasse mit großer genetischer Ähnlichkeit zum Wolf.
GrößeRüden 35 – 42 cm (Zuchtideal 39,5 cm), Hündinnen 33 – 41 cm (Zuchtideal 36,5 cm)
Gewicht8 – 10 kg
ErscheinungsbildSpitz-artig (Asiatische Spitze)
KörperbauMuskulös, breite Stirn, kräftige Konstitution, lange und dicke Rute (häufig eingerollt)
AugenDreieckig mit angehobenem äußeren Winkel, dunkle Augenfarbe.
OhrenRelativ kleine spitze Stehohren, die nach vorn geneigt sind.
Fell und FarbeRot, schwarzloh, sesam, schwarz-sesam, rot-sesam, lohfarben mit weißen Partien an Hals, Brust, und Backen.
BesonderheitenBeliebteste japanische Hunderasse. Das Fell riecht neutral und gibt auch nass keine Gerüche ab.
CharakterWillensstark, intelligent, eigensinnig, scharfsinnig und treu.
AufgabeJagd von Waschbären, Hasen, Fasanen und anderen Kleintieren.
PflegeShibas sind sehr reinlich und pflegen sich gern selbst.
GesundheitKeine zuchtbedingten Gesundheitsrisiken.

Top-Themen: Charakter, Wesen, Züchter, Erziehung, Haltung

Äußerlichkeiten beim Shiba Inu: das flauschige Kraftpaket

Der Shiba Inu ist laut europäischer und amerikanischer Rassestandards ein kompakter und relativ kleiner Hund – er unterscheidet sich vor allem durch seine Körpergröße von verwandten japanischen Hunderassen wie dem Akita Inu oder dem Hokkaido Inu. Zu seinen auffälligsten Merkmalen gehören die dreieckigen Ohren und Augen und die markante Gesichsform mit straffen Lefzen und breiten Backen. Die breite und buschige Rute rollt sich am hinteren Rücken zusammen oder hängt bis zum Sprunggelenk herunter. Zuchthunde müssen eine UrajiroZeichnung aufweisen – das bedeutet, dass weißes Oberfell an der Unterseite des Körpers über den Hals bis hoch zu den Fängen wachsen muss. Auch um die Augen sind manche Shibas weiß gefärbt.

Fell & Färbung: Shibas und ihre unverkennbare Fellzeichnung

  • Shibas haben eine dichte und weiche Unterwolle mit starkem Deckhaar.
  • Die Haare an der Rute sind etwas länger und stehen pinselartig ab.
  • Weiße Cream Shibas werden von britischen Züchtern vermehrt, verfügen jedoch nicht über die markante Urajiro Zeichnung.
  • Rote Shibas ähneln in ihrer äußeren Erscheinung dem europäischen Fuchs.
  • Sesam ist eine Mischung aus roten und schwarzen Haaren mit weißem Fell an der Unterseite. Rot-sesam und schwarz-sesam sind weitere Formen dieser Mischung.
  • Schwarzloh bezeichnet dunkles Fell mit hellbraunen und weißen Zeichnungen an der Unterseite und an den Augen.

Der Körperbau des Shiba Inus: Robust und leichtfüßig

Shiba Inus haben starke Knochen und sind für ihre Körpergröße zwischen 33 und 43 cm relativ kräftig gebaut. Schultern und Ellenbogen liegen nahe am Körper an, wodurch die Hunde trotz gut ausgebildeter Muskeln und tiefer Brust flink und agil bleiben. Der Hals ist breit und kräftig und die Schultern liegen leicht schräg am Körper an. Die Rasse ist geschaffen für die Kleinwildjagd in kühlen Waldgebieten und erscheint sportlich und sprungfreudig. Idealerweise beträgt das Verhältnis zwischen Widerristhöhe zur Körperlänge 10:11.

Das charakteristische Shiba Gesicht

Die gut ausgebildeten Backen des Shiba wirken durch die dichte Behaarung am Hals und am Nacken noch breiter und runter. Seitlich an der breiten Stirn richten sich die spitzen Stehohren auf. Nasenschwamm und Augen erscheinen schwarz, bei dunklen Shiba Inus kann die Iris sich braun färben. Neben dem geraden Nasenrücken und dem deutlichen Stopp zwischen Nasenrücken und Stirn ist die Augenform bezeichnend für sein Äußeres: Markante Schlupflider schützen das Auge vor einfallendem Wind und Schnee und lassen es dreieckig erscheinen. Der äußere Augenwinkel läuft spitz aus und ist leicht nach oben gewinkelt, wodurch der kleine Hund freundlich und selbstbewusst erscheint.

Geschichte der Shiba Inus: Vom Jagdhund zum Haushüter

Shibas werden in den Bergen Japans seit hunderten von Jahren gezüchtet und gehören zu den spitzartigen Hunden. Angaben zu den Ursprüngen der Hunderasse variieren – klar ist jedoch, dass die Rasse zu den ursprünglichen und alten Hunderassen gehört, also schon vor dem Auftauchen moderner Hunderassen während des 18. Jahrhunderts in dieser Form gezüchtet wurde. Historische Funde belegen, dass Hunde mit sehr ähnlichem Erscheinungsbild bereits 300 v.Chr. in Japan lebten.

Die Rettung einer bedrohten Rasse

Im zweiten Weltkrieg wurden die kostbaren Jagdhunde in Japan nahezu ausgerottet. Nur drei reine Blutlinien überlebten den Krieg: San’in, Mino und Shin Shu Shibas wurden nach Ende des Krieges mit ähnlichen Hunderassen gekreuzt, um die weltweit steigende Nachfrage zu decken und die Rasse zu erhalten. Heute ist der Shiba Inu der beliebteste Haushund Japans und wird auch in Deutschland, England und den USA erfolgreich gezüchtet.

Kurze Fakten zur Geschichte des Shibas

  • In Japan sind Shibas seit Jahrhunderten wertvolle Jagdhunde.
  • Sie gehören zu den 16 ältesten noch lebenden Hunderassen der Welt.
  • Hokkaido, Kishu, Shikoku und Akita Inu Hunde sind eng mit Shiba Inus verwandt, stammen jedoch aus anderen japanischen Regionen und sind meist größer.

Wesen & Charakter des Shiba Inu: Die Hunderasse mit Herz und Mut

Shiba Inus sind scharfsinnige Hunde, die nur tun, was für sie Sinn macht. Die Hunde bellen kaum, stoßen jedoch den sogenannten Shiba Schrei aus, wenn sie sich bedrängt fühlen oder frustriert sind. Auch bei übermäßiger Freude oder Überraschung geben einige Hunde den charakteristischen Schrei von sich. Im Gegensatz zu vielen anderen Haushunden sind sie selten auf ihren Halter fixiert, sondern kommen eigenständig zurecht und beschäftigen sich gern selbst.

Ein Hund mit vielen Fähigkeiten

  • Shiba Inus sind intelligente und eigenständige Hunde, die gerne und schnell lernen.
  • Im Haus verhalten sie sich meist ruhig und sind gehorsam, im Freien kommt dagegen ihre wilde Seite zum Vorschein.
  • Der Jadgtrieb von Shibas ist relativ ausgeprägt. Wilde Kleintiere werden nicht selten getötet, wenn der Hund die Möglichkeit dazu bekommt.
  • Shibas sind aktive Hunde voller Energie und brauchen viel Auslauf.
  • Die Hunde können sich leicht anpassen und in der Stadt oder auf dem Land gehalten werden.
  • Der Rasse wird katzenartiges Verhalten nachgesagt. Sie behalten gern den Überblick und bewahren im Rudel ihre Autonomität.

Pelzige Reinlichkeitsfanatiker

Das Fell des Shiba Inu ist weich und kuscheltierartig und die Unterwolle wechselt je nach Wetterlage mehrmals pro Jahr. Ähnlich wie Katzen halten die Hunde ihre Unterwolle selbstständig sauber und verbringen viel Zeit mit dem Lecken und Abreiben des Fells. Schlammbäder und schmutzige Umgebungen meiden sie deshalb tendenziell. Die Fellpflege führen junge Shibas auch gern bei ihrem Halter durch, wenn es zugelassen wird.

Haltung: Was macht Shibas glücklich? – Biete genügend Auslastung

HaltungsartBeschreibung
SinglesEin gut trainierter Shiba mit ausreichend Beschäftigung und Auslauf ist ein treuer Begleiter, der viel Geduld hat. Auch als Ersthund ist er trotz seiner anspruchsvollen Art deshalb gut geeignet.
FamilienWachsen Shiba Inus mit anderen Tieren oder Kindern auf, können enge und lebenslange Bindungen entstehen. Fremden Hunden gegenüber können sie manchmal aggressiv begegnen.
Haltung im FreienAuch als Hofhunde sind Shibas geeignet, vorausgesetzt, sie werden früh genug an ein Leben im Freien gewöhnt.
Haltung als StadthundObwohl die Hunde nicht als Kuschelhunde gelten, sind sie liebevolle und loyale Begleiter, die menschliche und tierische Freunde fest ins Herz schließen.

Für einen Shiba ist einfaches Gassi-Gehen nicht abwechslungsreich genug und deckt nur kaum den Bewegungsdrang des Hundes ab. Im Alltag möchten die Hunde lernen und Gelerntes anwenden, laufen, spielen und jagen. Sie prüfen die Kommandos ihres Halters genau – unklare Signale werden konsequent ignoriert. Damit Dein Hund im Alltag entspannt und aufgeschlossen bleibt, solltest Du ihm in der Sozialisierungsphase im Welpenalter besonders viel Aufmerksamkeit widmen. Junge Hunde verstehen schnell und lassen sich leicht mit Futterbelohnungen konditionieren.

Mehr Bewegung im Alltag: Aktivitäten für Shibas als Begleithunde

  • Ball- und Jagdspiele.
  • Futterbeutel apportieren.
  • Intelligenzspiele.
  • Suchspiele drinnen und draußen.
  • Welpen sollten möglichst häufig mit anderen Hunden in Kontakt treten, um im Erwachsenenalter sozial und freundlich auftreten zu können.
  • Joggen oder Radfahren.

Gute Erziehung ist das A und O

Shiba Inus sind meisterhafte Ausbrecher und testen vor allem in jungen Jahren gern ihre Grenzen innerhalb des Rudels aus. Auch aufgrund ihres starken Jagdtriebs sollten sie nur auf sorgsam eingezäuntem Gelände von der Leine gelassen werden. Die Hunde wissen ihre Interessen durchzusetzen und ihren Halter zu manipulieren – pass also auf, dass Du wirklich den Hund erziehst und nicht der Hund Dich!

Sauberkeitserziehung – von Haus aus stubenrein

Schon als Welpen lassen Shibas nur in großer Entfernung von ihrem Schlafplatz Wasser und behalten diese saubere Tendenz im Erwachsenenalter bei. Da die Hunderasse relativ stark haart, ist regelmäßiges Kämmenempfehlenswert, um den Schlafplatz und das Haus sauber zu halten. Auch an Haatrockner und Massagekrallengewöhnen sich die Hunde leicht, wenn die Reize schon während der Sozialisierungsphase eingeführt werden. Kürzt ein Hund seine Krallen nicht selbstständig, muss vor allem die seitliche Wolfskralle regelmäßig vom Halter oder vom Profi gestutzt werden.

Ernährung für Shibas: Auf die Linie achten!

Das Futter Deines Hundes solltest Du an Körpergröße und Aktivitätsgrad anpassen. Futterbelohnungen sind beim Training hilfreich. Allzu häufige Vergabe von Leckerchen kann jedoch dazu führen, dass Dein Shiba fanatisch wird und ohne Aussicht auf Belohnungen keine Kommandos mehr ausführt. Die Hunde vertragen industriell gefertigtes und selbstgekochtes Futter. Bei der Auswahl des Futters unterscheiden sich die Geschmäcker ganz individuell: Manche Shibas sind wählerisch beim Futter, andere schlingen alles herunter, was ihnen essbar erscheint. Da sie besonders im Alter zu Übergewicht neigen, solltest Du die tägliche Kalorienaufnahme im Auge behalten.

Gesundheit beim Shiba Inu: Eine Frage der Haltung?

Kommt ein Shiba von einem seriösen Züchter, der sich an die Rassestandards hält und den Stammbaum regelmäßig auf kongenitale Erkrankungen prüft, sind kaum rassebedingte Probleme zu erwarten. Die aus den Berggebieten Japans stammenden Hunde aklimatisieren sich schnell.

Empfohlene Untersuchungen zur Vorbeugung kongenitaler Erkrankungen

  • Augenärztliche Untersuchungen: Grüner Star, Grauer Star oder ein Entropium kann bei älteren Shibas auftreten.
  • Orthopädische Untersuchungen: Zur Vermeidung von Knie- und Hüftdysplasien.
  • Allergietests: Wie beim Menschen sind Allergien auch bei Haushunden weit verbreitet. Unverträglichkeiten zeigen sich häufig erst ab einem Alter von 6 Monaten.

Shiba Inu Züchter in Deutschland: Spezielle Zuchtbedingungen für spezielle Hunde

Reinrassige Shiba Inus nach modernen FCI-Standards sind nur beim Züchter erhältlich und werden in Europa relativ hochpreisig verkauft. In Tierheimen sind die Rassehunde und Mischlinge mit einem Shiba-Elternteil deshalb kaum zu finden. Aktive Züchter in Deutschland veröffentlichen Deck- und Wurfmeldungen für ihre Tiere, um Interessenten früh genug über die Verfügbarkeit von Welpen zu informieren und nach Möglichkeit schon vor dem Wurf neue Besitzer zu finden.

Die Abstammung bestimmt den Preis

Für die Zucht kommen nur bestimmte Tiere in Frage, die nach strengen Vorgaben ausgewählt werden und über einen nachvollziehbaren Stammbaum verfügen. Züchter verlangen je nach Fellzeichnung der Welpen und abhängig von der zertifizierten Bewertung der Eltern zwischen 800 und 2000 Euro für einen kleinen Shiba. Folgende Mermale werden in der Zucht als Fehler angesehen und schließen Individuen von der Zucht aus:

  • Gescheckte Fellfärbungen.
  • Ängstliches oder aggressives Auftreten.
  • Andere negative Verhaltensauffälligkeiten.
  • Fehlstellungen der Zähne, Über- oder Unterbiss.
  • Abweichungen von der durchschnittlichen Widerristhöhe von 39,5 cm (Rüden) beziehungsweise 36,5 cm (Hündinnen) um mehr als 1,5 cm.
  • Verkürzte oder hängend getragene Rute.
  • Hängende oder schlappe Ohren.

Woran erkennst Du seriöse Züchter?

In der relativ kleinen Community von deutschen Shiba Inu Züchtern kennt man sich in der Regel – suche auf offiziellen Vereinsseiten wie dem Shiba Club Deutschland e.V. nach Züchtern in Deiner Nähe oder suche nach Deckmeldungen von sympathischen Elterntieren. Vereine, die sich dem Verband für das Deutsche Hundewesen(VDH) angeschlossen haben, garantieren eine Reihe wichtiger Maßnahmen zur Gewährleistung des Rassestandards:

  • Zuchtprogramme zur Vermeidung genetischer Defekte.
  • Artgerechte Zuchtordnungen, die streng überprüft werden.
  • Ahnennachweise.
  • Verantwortungsvolle Erziehung der Welpen vor der Abgabe.

Beratung vom Züchter in Deiner Nähe

Shiba Inu Züchter in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben selten mehr als drei erwachsene Hunde und planen Würfe in großen Abständen von zwei bis drei Jahren. Um einen Shiba Welpen zu bekommen, solltest Du deshalb viel Warte- und Fahrzeit einplanen. Die meisten kleineren Züchter in Deutschland wie Anchiyoko’s oder Vom Sternengrund bieten ihre Jungtiere von größeren deutschen Zwingern wie Little Swift’s zur Zucht an. Aufgrund der relativ geringen Population im deutschsprachigen Raum ist es wichtig, dass nur Shibas mit ausgewiesenem Stammbaum in Zuchtprogramme aufgenommen werden.

Fazit: Shibas für Hunde-Anfänger? Kein Problem!

  • Wird ein Shiba Inu in der Jugend gut sozialisiert, verhält er sich im Erwachsenenalter loyal und brav, ohne seinen Spieltrieb zu verlieren.
  • Lasse Jagdhunde niemals von der Leine! Auch niedrige Zäune können den agilen Hund nicht aufhalten.
  • Das weiche Fell riecht nicht, dafür verlieren Hunde dieser Rasse das ganze Jahr über relativ viel Haar.
  • Die kleinen Hunde bellen nicht, stoßen aber den Shiba Schrei aus, wenn sie gestresst sind.
  • Die Aufmerksamkeit von Passanten und anderen Hundehaltern ist Dir mit einem reinrassigen Shiba Inu sicher.

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